Gate 2 Linie 4: Das gerichtete Netzwerk
Die 6. Harmonische – Die Linie der Freundschaft, der Chancen und der nach außen gerichteten Richtung
Die vierte Linie ist die Basis des oberen Trigramms und die 6. Harmonische des Hexagramms – die Ebene, auf der die Energie des Tores nicht mehr im Inneren gehalten, sondern nach außen ausgedehnt, praktisch gemacht und der Welt durch Beziehung angeboten wird. Sein Leitgedanke ist das Netzwerk: der Freund, der Verbündete, die Brücke. Das Bewusstsein der Linie 4 ist opportunistisch, nicht im Sinne des Ergreifens, sondern im höheren Sinne der Erkenntnis, dass der nächste Schritt selten allein bewältigt werden kann. Es bewegt sich durch die Welt, indem es den Umständen und Menschen erlaubt, ihm zu begegnen, und indem es bereit ist, sich auf den Austausch einzulassen.
Wenn diese relationale, nach außen orientierte Linie innerhalb von Tor 2 platziert wird – dem Tor des Empfänglichen, „Die Richtung des Höheren Selbst“ – ist das Ergebnis ein Bewusstsein, das seine Richtung durch seine Verbindungen kennt. Tor 2 ist das Hexagramm K'un: die empfängliche Erde, das Prinzip des Nachgebens, des Geleitetwerdens, des Erkennens der Liebe als wahrsten Kompass. Der Ausdruck dafür in Linie 4 ist das gerichtete Netzwerk: eine Person, deren höheres Wissen nicht einsam oder mystisch ist, sondern im Bereich menschlicher Beziehungen ausgehandelt wird. Ihr Gefühl dafür, „wohin ich gehen soll“, entsteht durch Gespräche, Vorstellungen, zufällige Begegnungen und die stille Erkenntnis, dass eine bestimmte Person oder Gelegenheit den Weg weist.
Das Geschenk
In seinem gesunden, bewussten Ausdruck ist Gate 2 Line 4 ein Meister der fruchtbaren Verbindung im Dienste der Seelenführung. Diese Menschen sind diejenigen, die in einem Raum stehen und spüren können, welche Person den richtigen Faden trägt, welche Freundschaft die Brücke zum nächsten Kapitel ist. Sie vernetzen sich ohne Agenda und vertrauen darauf, dass das Höhere Selbst die richtigen Treffen arrangiert. Ihre Gabe besteht darin, Menschen für einen Zweck zusammenzubringen, der größer ist als jeder andere, und dabei zuzulassen, dass das Feld der Beziehung selbst zum Orakel wird. Sie werden geliebt, weil sie sich aufrichtig für andere interessieren und weil sie bei jedem, den sie berühren, Gefühle hervorrufen


