Zwei Farben – zwei Prinzipien
Wenn Sie sich einen Körpergraphen ansehen, fallen Ihnen als Erstes farbige und weiße Formen auf. Farbige (definierte) Zentren haben eine feste Energie, die Ihr ganzes Leben lang auf die gleiche Weise wirkt. Weiße (offene oder undefinierte) Zentren sind Orte, an denen Sie Energie von anderen Menschen empfangen und verstärken.
Weder definierte noch offene Zentren sind „besser“ oder „schlechter“. Es sind einfach unterschiedliche Arten, Energie zu erfahren. Aber den Unterschied zwischen ihnen zu verstehen, ist die Grundlage der Selbsterkenntnis im Human Design.
Definierte Zentren: Wer Sie sind
Ein definiertes Zentrum arbeitet konsistent und vorhersehbar. Es ist Ihre eingebaute Energie, die nicht von Ihrer Umgebung abhängt. Wenn Ihr Sakralzentrum beispielsweise definiert ist, haben Sie ständigen Zugang zur Lebenskraft (Sie sind ein Generator). Wenn Ihr Halszentrum definiert ist, verfügen Sie über eine zuverlässige Möglichkeit, sich auszudrücken.
Definierte Zentren wirken sich auch auf die Menschen in Ihrer Umgebung aus. Ihre feste Energie „strahlt“ in die Aura, und Menschen mit dem entsprechenden offenen Zentrum verstärken sie.
Offene Zentren: Wo Sie lernen
Ein offenes Zentrum ist ein Empfänger und Verstärker. Es nimmt Energie aus den definierten Zentren anderer Menschen auf und verstärkt sie. Wenn Sie über ein offenes Emotionszentrum verfügen, spüren Sie nicht nur die Emotionen anderer – Sie spüren sie intensiver als die „Eigentümer“ selbst.
Offene Zentren sind Orte großer Weisheit, aber auch großer Verletzlichkeit. Weisheit kommt, wenn Sie verstehen, dass diese Energie nicht Ihnen gehört. Verletzlichkeit entsteht, wenn man sich damit identifiziert.
Das Nicht-Selbst: Die Falle der offenen Mitte
Jedes offene Zentrum hat sein eigenes Nicht-Selbst-Thema – ein Verhaltensmuster, das entsteht, wenn Sie die Energie eines anderen mit Ihrer eigenen verwechseln:
- Offener Kopf: Druck, die Fragen anderer Leute zu beantworten, über Dinge nachzudenken, die einem nicht wichtig sind
- Offenes Ajna: Versuch, eine feste Meinung zu haben, intellektuelle Unsicherheit
- Offener Hals: Sprechen, um Aufmerksamkeit zu erregen, oder umgekehrt – Schwierigkeiten, sich auszudrücken
- Offene Milz: Aus Angst vor dem Loslassen an dem festhalten, was ungesund ist
- Offene Emotionen: Konflikte vermeiden, die Emotionen anderer aufnehmen
- Offenes Ego: Sie müssen Ihren Wert beweisen und Versprechen machen, die Sie nicht halten können
- Open Sacral: nicht wissen, wann man aufhören soll, bis zur Erschöpfung arbeiten
- Open G Center: Suche nach Identität und Orientierung durch andere Menschen
- Open Root: Eile, Druck, alles so schnell wie möglich zu erledigen, Stress
So arbeiten Sie mit offenen Zentren zusammen
Der Schlüssel zu gesunden offenen Zentren ist Bewusstsein. Lernen Sie zu bemerken: „Gehört diese Emotion mir, oder verstärke ich sie durch jemanden in der Nähe?“ „Ist dieser Druck real oder absorbiere ich die Wurzelenergie meines Kollegen?“
Offene Zentren sind Ihre Fenster zur Welt. Durch sie erleben Sie die Vielfalt menschlicher Erfahrungen. Das ist keine Schwäche – es ist eine Supermacht, wenn man lernt, die eigene von der anderen zu unterscheiden.
Völlig offene Zentren
Wenn ein offenes Zentrum überhaupt keine aktiven Tore hat, wird es als vollständig offen bezeichnet. Solche Zentren reagieren noch empfindlicher und unberechenbarer in der Aufnahme externer Energie. Aber sie bergen auch das Potenzial für tiefste Weisheit.
Berechnen Sie Ihren Bodygraph, um Ihre definierten und offenen Zentren zu sehen.