PHS-Bestimmung: Touch – Wie man für diesen Ernährungstyp isst und verdaut
Die Touch-Strategie im Human Design
Im Pranic Health System (PHS) repräsentiert der Touch-Ernährungstyp diejenigen, deren biologische Strategie auf körperlichem Kontakt und der Übertragung von Lebenskraft durch die Haut basiert. Anders als der Prana-Typ, der den Körper durch Atem und Licht erhält, oder der Taste-Typ, der das Leben über das Geschmackssystem verarbeitet, wird der Touch-Typ von der Welt durch Kontakt, Textur, Präsenz und die gefühlte Erfahrung, gehalten zu werden, genährt. Das ist keine Metapher. Es ist die Biochemie, die durch das größte Sinnesorgan des Körpers ausgedrückt wird.
Der Touch-Typ benötigt für eine echte Verdauungsfunktion taktile Nahrung. Ohne sie bleibt das Nervensystem geschützt, der Magen zieht sich zusammen und die Assimilation wird unabhängig von der Nahrungsqualität ineffizient. Um sich gut zu ernähren, muss sich die Touch-Person zunächst in einem Zustand empfänglichen Kontakts befinden.
Das Ritual vor dem Essen: Vor dem Essen berührt werden
Der Grundstein des Touch-Ernährungsansatzes ist eine bewusste Praxis vor der Mahlzeit. Vor einer Mahlzeit – insbesondere einer reichhaltigen – profitiert der Touch-Typ davon, berührt, gehalten, gestreichelt oder auf andere Weise kontaktiert zu werden. Dies kann in Form einer sanften Handauflegung des Partners auf den Rücken, einer kurzen Fußmassage, einer Kopfmassage oder sogar der Berührung warmer Kleidung, die frisch aus dem Trockner gezogen wurde, geschehen.
Die Physiologie ist einfach. Taktile Stimulation beruhigt das sympathische Nervensystem, aktiviert die parasympathische Reaktion und signalisiert den Eingeweiden, dass der Empfang sicher ist. Für den Touch-Typ ist dieser Übergang von geschützt zu offen kein Luxus; Es ist die Voraussetzung dafür, dass der gesamte Verdauungsablauf des Körpers richtig funktioniert. Ohne sie wird die Mahlzeit verzehrt, aber nicht richtig verstoffwechselt.
Essgewohnheiten und Umwelt
Touch-Typen haben oft einen geringeren Appetit als man aufgrund ihrer Körpergröße erwarten würde und wirken möglicherweise körperlich robust, während sie innerlich empfindlich sind. Sie neigen dazu, „außen hart, innen weich“ zu sein, und dieses Paradoxon erstreckt sich auch auf ihre Beziehung zum Essen. Stress führt dazu, dass sie sich verschließen, und ein geschlossener Touch-Typ ist kein verdauender Touch-Typ.
Die optimale Umgebung für eine Touch-Person zum Essen ist ruhig, warm und spannungsfrei. Hektische Mahlzeiten, übereilte Zeitpläne und Konflikte am Tisch beeinträchtigen die Verdauungskapazität völlig. Mahlzeiten, die in Gesellschaft einer vertrauten Person eingenommen werden und bei denen körperlicher Kontakt möglich ist – eine Hand gehalten, die Füße auf dem Schoß eines Begleiters, eine sanfte Rückenmassage beim Essen – ermöglichen es dem Touch-Typ, das zu essen, was sein Körper wirklich braucht, und nicht mehr.
Menge und Qualität der Lebensmittel
Touch-Menschen sind in der Regel leichte Esser, wenn ihre Strategie berücksichtigt wird. Sie benötigen keine großen Portionen, da ihre Hauptnahrung durch Kontakt und nicht durch Volumen entsteht. Übermäßiges Essen ist ein häufiges Symptom, wenn die Touch-Strategie nicht umgesetzt wird. Der Körper sucht stattdessen nach dem, was er aus Beziehungen nicht über den Mund bekommen kann.
Die Qualität der Lebensmittel ist wichtig, aber die Form der Lebensmittel ist weniger wichtig als die Atmosphäre, in der sie verzehrt werden. Eine einfache Mahlzeit, die in einer friedlichen, entspannten und berührten Umgebung eingenommen wird, wird einen Touch-Typ tiefer nähren als eine aufwändige Mahlzeit, die isoliert oder unter Spannung eingenommen wird. Warme, sorgfältig zubereitete Speisen sind in der Regel am unterstützendsten und spiegeln die Wärme des Kontakts selbst wider.
Häufige Fallstricke und Korrekturen
Der häufigste Fehler des Touch-Typs besteht darin, Essen als Ersatz für die körperliche Nähe zu betrachten, die er tatsächlich braucht. Sie essen möglicherweise zu viel, wählen schwere oder betäubende Lebensmittel oder entwickeln Verdauungsbeschwerden, die keine eindeutige ernährungsbedingte Ursache haben. Die Korrektur findet sich selten in der Ernährung selbst. Man findet es im Schlafzimmer, in den Beziehungen, in der Bereitschaft, gehalten zu werden.
Ein Touch-Typ, der sich isoliert, der Berührungen verweigert oder dessen enge Beziehungen an Zuneigung leiden, wird Schwierigkeiten haben, sich richtig zu ernähren, egal wie diszipliniert er vorgeht. Das PHS lehrt, dass das Verdauungssystem dem Nervensystem nachgeschaltet ist und beim Touch-Typ das Nervensystem dem Kontakt nachgeschaltet ist.
Praktische Anleitung für das tägliche Leben
Halten Sie den Kontakt nach Möglichkeit vor den Mahlzeiten ein. Essen Sie langsam, in guter Gesellschaft und mit Raum für körperliche Entspannung. Essen Sie nicht im Stehen, in Eile oder in emotionalem Rückzug. Vertrauen Sie auf den geringeren Appetit des Körpers, wenn die Strategie auf andere Weise umgesetzt wird. Wenn die Verdauung beeinträchtigt ist, fragen Sie zuerst und nicht: „Was habe ich gegessen?“ aber „Wurde ich berührt, festgehalten und geborgen, als ich aß?“ Die Antwort wird das Mittel genauer steuern als jedes andere Ernährungsprotokoll.


