Das rechtwinklige Kreuz der Verwirrung ist eine persönliche Schicksalskonfiguration, die durch die bewusste Sonne in Tor 64, „Verwirrung“, mit ihrer bewussten Erde in Tor 4 verankert wird
Rechtwinkliges Kreuz der Verwirrung (Tor 64)
Das rechtwinklige Kreuz der Verwirrung ist eine persönliche Schicksalskonfiguration, die durch die bewusste Sonne in Tor 64, „Verwirrung“, mit ihrer bewussten Erde in Tor 47 verankert ist, unterstützt durch die unbewusste Sonne in Tor 1 und die unbewusste Erde in Tor 6. Das Kreuz ist nach der zentralen Erfahrung seiner bewussten Grundlage benannt: dem mentalen Druck, das zu begreifen, was noch nicht geklärt wurde, und der Aufregung, die den Versuch begleitet.
Der rechte Winkel: Persönliches Schicksal
Der rechte Winkel definiert ein Kreuz, das hauptsächlich im Bereich der Persönlichkeit und der persönlichen Richtung wirkt. Im Gegensatz zum Juxtaposition-Kreuz (Linkswinkelkreuz), das auf den Dienst an anderen und dem Transpersonalen ausgerichtet ist, oder dem Juxtapositionskreuz höherer Natur geht es beim Rechtswinkelkreuz um das eigene korrekte Handeln des Einzelnen und den richtigen Umgang mit seinem eigenen Vehikel. Die Person mit diesem Kreuz ist hier, um die Dinge zuerst selbst zu klären. Die Bestimmung besteht nicht darin, die Menschheit direkt zu verändern, sondern darin, ein bestimmtes Thema in ihrem eigenen Leben zu verkörpern und diese Verkörperung nach außen strahlen zu lassen. Fehler gehören zum Lehrplan. Die persönliche Natur des rechten Winkels bedeutet, dass es bei diesem Kreuz darum geht, durch direkte Erfahrung jemand zu werden, der die besondere Spannung seiner Konfiguration aushalten kann.
Tor 64: Die bewusste Stiftung
Die bewusste Sonne in Tor 64 stellt das gesamte Kreuz vor dem Verstehen unter die spezifische Qualität des mentalen Drucks. Tor 64 befindet sich im Kopfzentrum und ist das Hexagramm des Augenblicks vor dem Niederschlag – bevor das Abstrakte konkret wird, bevor die Möglichkeit in eine einzige Form zusammenfällt. Der Träger dieses Kreuzes ist sich dieser Schwelle bewusst. Sie sind, wie es in der Lehre heißt, „immer offen für neue Möglichkeiten“. Der Geistesblitz registriert sich in ihrem Bewusstsein. Die Aufregung, herauszufinden, woher eine Idee kommt und was sie bedeutet, ist eine tägliche Erfahrung. Dies ist keine unbewusste Verwirrung; Es ist der bewusste Kontakt mit dem überstürzten Geisteszustand, in dem viele Potenziale gleichzeitig existieren und noch keines gewonnen hat.
Lebenszweck: Die Lücke schließen
Der von der bewussten Sonne in Tor 64 geprägte Lebenszweck besteht darin, in der Lücke zwischen Inspiration und Verständnis zu leben und die richtige Beziehung zu dieser Lücke zu finden. Da es sich um einen rechten Winkel handelt, ist die Arbeit persönlich. Der Einzelne ist nicht hier, um die Verwirrung für andere zu beseitigen oder Klarheit zu predigen. Sie sind hier, um eine gesunde Beziehung zum Nichtwissen, zur Blendung neuer Einsichten und zum unvermeidlichen Unvermögen des Geistes zu entwickeln, das, was er gesehen hat, vollständig zu verarbeiten. Ihre richtige Handlung besteht darin, den Blitz zu würdigen, ohne eine vorzeitige Schlussfolgerung zu erzwingen. Das bewusste Bewusstsein, verwirrt zu sein, ist selbst der Schlüssel; Der Schatten ist der Versuch, die Verwirrung zu schnell aufzulösen, ein Verständnis zu beanspruchen, das nicht wirklich angekommen ist.
Das Geschenk in der Verwirrung
Die Gabe dieses Kreuzes liegt in der Qualität, die die Schwierigkeit verursacht: der Offenheit für Möglichkeiten. Jemand mit der bewussten Sonne in Tor 64 kann Muster, Verbindungen und Zukünfte erkennen, die andere gerade deshalb übersehen, weil sie die Möglichkeiten nicht vorzeitig zusammenbrechen lassen. Wenn die richtige Beziehung zu Verwirrung gepflegt wird, wird diese Person zu einem lebendigen Beispiel dafür, wie man offen bleibt, wie man inspiriert bleibt, ohne dass es einer Lösung bedarf, und wie man das Leben als einen Prozess der Erkundung und nicht als ein zu lösendes Problem entfalten kann. Die persönliche Bestimmung besteht darin, auf die eigene Art und Weise zu zeigen, dass Verwirrung kein Hindernis für das Verständnis, sondern dessen eigentlicher Vorläufer ist.


